Unmittelbar nach Erfindung der Zahnimplantate wurden die Versuche und Experimente zur Ausarbeitung der optimalen Befestigung an die unterschiedlichsten Suprastrukturen und Prothesenkonstruktionen durchgeführt. Denn so vielfältig die unterschiedlichen Implantate, so vielfältig sind die Varianten zur Fixierung an künstliche Kronen und Brücken. In gewisser Weise kann man Zahnersatz in herausnehmbare und fest fixierte Varianten unterteilen. Dabei wurden andere, eng spezialisierte Verfahren zur Befestigung von Zahnersatz und eingeschränkt herausnehmbare Methoden nicht berücksichtigt. Jeder Typ des Zahnersatzes ist für genau ein eng eingegrenztes stomatologisches Problem optimal geeignet.
Deshalb hat jeder Typ von Implantate seine eigene Indikation beziehungsweise Kontraindikation. Genau diese Indikationen diktieren die Auswahl der in Frage kommenden Implantate und Methoden sowie die Art und Weise des Zahnersatzes. Durch die aktive Verwendung von Zahnimplantaten in der modernen Stomatologie hat man eine Möglichkeit erhalten, die Zähne wieder herzustellen ohne dabei die gesunden Zähne in den Fixierungsprozess der Prothese mit einbinden zu müssen. Dadurch hat man auch die Möglichkeit erhalten, auf die totale Anwendung der massiven, und oft sehr unbequemen herausnehmbaren Prothesen zu verzichten. Die Erfindung und Optimierung der Prothesenfixation auf Implantaten hat es möglich gemacht, auf das Abschleifen der gesunden Zähne und einzelner Kronen zu verzichten.
Welche Arten zur Fixierung einzelner Kronen an den Implantaten werden verwendet? Im Wesentlichen werden folgende Verfahren verwendet:
- Fixierung mit Zement – die künstliche Krone wird auf dem Abutment (Stützpfeiler) mittels stomatologischen Zements befestigt, analog zum traditionellen Zahnersatz, aber nicht auf dem Zahn, sondern durch ein Übergangsstück-Abutment zum Implantat. Heute ist dieses Befestigungsverfahren der nicht-herausnehmbaren Konstruktionen in der Implantologie sehr weit verbreitet.
- Fixation durch Schraubverbindungen. Das Abutment (Stützpfeiler) wird als Teil der Krone wie eine Schraube in das Implantat eingeschraubt. Dies ergibt eine präzisere Anordnung der einzelnen Komponenten des Implantationssystems und eröffnet die Möglichkeit, sowohl Abutment als auch Krone separat auszuwählen. Man kann auch die Krone/Prothese austauschen, ohne das Implantat zu wechseln.
- Teleskopische Befestigung. Das Verfahren beruht darauf, dass die Krone aus zwei Teilen besteht: Ein Teil wird auf dem Abutment fixiert, das andere Teil wird mit dem Prothesenkörper verbunden. Dies ist bereits eine eingeschränkt herausnehmbare Konstruktion, die man ab und an im Zuge der Mundhygiene und –pflege herausnimmt. Dieses Verfahren wird auch für die bequeme Anwendung der brückenförmigen Prothesen verwendet.
Jede der heute verwendeten Befestigungsmethoden hat ihre Vor- und Nachteile. Welche Methode für Sie und ihre Belange am geeignetsten ist, muss im gemeinsamen Gespräch mit einem Implantologie und einem Orthopäden in einem Vorgespräch abgeklärt werden und ist davon abhängig, welche konkreten Ziele und Erwartungen mit der Implantation verfolgt werden.
Was die brückenförmigen Konstruktionen anbelangt, so werden auch hier bereits neue Befestigungsarten, in Abhängigkeit von den Besonderheiten der Prothese, verwendet. So werden für die nicht-herausnehmbare Fixierung von brückenförmigen Prothesen an Implantate spezielle Abutments verwendet, die in die fixierten Implantate eingebaut und fest mit der Prothese verbunden werden. Oder man verwendet Zement wie für die Befestigung der einzelnen Krone. Für die herausnehmbaren Prothesen existieren Druckknopf- und Stegbefestigungen, die sich sehr gut in der Praxis bewährt haben. Das Unternehmen Bio3 Implants produziert qualitativ hochwertige Implantate, die in der gewünschten bzw. benötigten Art und Weise fixiert werden können.
